Inhalt der Website: Die Evangelischen Alterssiedlung Masans (EAM) will als Stiftung betagten Menschen in unserer Region ein Zuhause bieten. Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Die Betreuung und Pflege erfolgt nach den neuesten Erkenntnissen der Geriatrie.
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Die Revision des Gesetzes über die Förderung der Krankenpflege und der Betreuung von betagten und pflegebedürftigen Personen (Krankenpflegegesetz) sowie die Neuerungen zur kantonalen Rahmenplanung für Pflegeheime hat uns im Betriebsjahr 2010 stark beschäftigt. Insbesondere waren die Festlegung der künftigen Maximaltarife, gültig ab 1.1.2011, und deren Auswirkungen auf die Betriebsrechnung der EAM zu beurteilen. Aufgrund der neuen Pflegefinanzierung werden ab 1.1.2011 die Pflegeeinheiten nicht mehr in Punkten sondern in Minuten gemessen. In der Folge wurde die Taxordnung für die kommende Rechnung neu gestaltet.
Eine weitere Herausforderung liegt in der Umsetzung der Leistungsvereinbarung vom Mai 2009 betreffend das Angebot für die Betreuung von betagten und pflegebedürftigen Menschen zwischen der Planungsregion Chur Regio und der EAM. Als Leistungsziel wurde ein Bettenbestand von 156 Einheiten festgelegt. Zur Umsetzung dieses Leistungszieles ist die Erweiterung und Anpassung des Bettenangebots und der Ausbau des Pflege- und Betreuungsangebotes erforderlich. Die Baukostenfinanzierung des Projektes «Anbau Platane» sowie die finanzielle Beurteilung der Tragbarkeit des erweiterten Bettenangebotes, unter Berücksichtigung der künftigen Pflegefinanzierung und der neuen Taxordnung, wird erst im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein. Alsdann kann der Entscheid für oder gegen einen Ausbau gefällt werden.
Die EAM kann erneut auf ein sehr positives Geschäftsjahr zurückblicken. Das Betriebsjahr 2010 schliesst mit einem positiven Betriebsergebnis von rund CHF 700’000 ab. Die Budgeterwartungen wurden damit weit übertroffen. Insbesondere der Besoldungsaufwand liegt unter den budgetierten Kosten. Diese Minderkosten sind mit vorübergehend nicht besetzten Stellen sowie erhaltenen Versicherungsleistungen begründet.
Die Tagestaxen-Einnahmen 2010 von rund CHF 12’400’000 liegen rund CHF 180’000 oder 1,5% unter den Budgeterwartungen. Dies ist mit tieferen Pflegetagen als budgetiert begründet. Gegenüber dem Vorjahr sind hingegen Mehreinnahmen von rund CHF 230’000 oder 2% zu verzeichnen. Der gesamte Betriebsaufwand 2010 beläuft sich auf rund CHF 14’660’000 und liegt damit rund CHF 795’000 oder 5% unter den budgetierten Kosten. Wie erwähnt sind diese Minderkosten im Personalaufwand, mit vorübergehend nicht besetzten Stellen und erhaltenen Versicherungsleistungen, zu finden.
Im Betriebsjahr 2010 konnte die EAM einen Cashflow von rund CHF 2’638’000 erwirtschaften. Diese Grösse setzt sich aus dem Vorschlag, den Abschreibungen, den gebildeten Rückstellungen und den vereinnahmten IE-Beiträgen zusammen. Unter Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens und unter Einbezug der Spendeneinnahmen, standen der EAM Mittel (Free Cashflow) von rund CHF 2’791’000 zur Verfügung.
Anlage in Wertschriften/Sparkonten (IE-Beiträge) | CHF 983’000 |
Verwendung für Investitionen 2010 | CHF 2’049’000 |
Total | CHF 3’032’000 |
Der Differenzbetrag zwischen den im Berichtsjahr 2010 erarbeiteten Mitteln von CHF 2’791’000 und dem Mittelbedarf von CHF 3’032’000 wurde aus dem Bestand «Flüssige Mittel» im Umfang von CHF 241’000 entnommen. Die Eigenmittel der EAM haben sich um rund CHF 1’830’000 auf CHF 19’700’000 erhöht und betragen rund 95% der Bilanzsumme.
Markus Riedi
Ressort Finanzen